Mit dem THERIS-Verfahren wurde die Ölphasenförderung deutlich gesteigert. Und der Bahnverkehr nicht beeinträchtigt.
| Ort der Ausführung: | Baden-Württemberg, Deutschland, Europa |
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| Zeitraum: | Juni - Aug 2021 |
Am Standort eines ehemaligen Tanklagers wurden erhebliche Grundwasserbelastungen festgestellt. Hauptkontaminanten sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), untergeordnet auch BTEX. Der Grundwasserspiegel befand sich in einer Tiefe von ca. 4 m unter Geländeoberkante (u. GOK).
Eine Leichtphase wurde regelmäßig in einer Messstelle nachgewiesen, die sich 8 Meter abstromig der Sanierungsfläche befand. Das Vorhandensein einer Schwerphase konnte nicht ausgeschlossen, jedoch messtechnisch nicht belegt werden.
Die Sanierungsfläche befand sich im direkten Umfeld zweier unterirdischer Tanks, die bereits entleert und gereinigt wurden. Bei der Sanierung durfte es zu keiner Beschädigung dieser Strukturen kommen.
Zur thermischen in-situ Sanierung wurde das THERIS-Verfahren eingesetzt. Dabei erfolgte die kontrollierte Erwärmung des Bodens mithilfe von 3 m langen Heizelementen, die in einer Tiefe von 2–5 m eingebaut wurden.Zur Förderung der mobilisierten Phase wurde ein Förderbrunnen gebohrt, in den eine pneumatische Pumpe eingebaut wurde. Die Anlagen zur Steuerung und Überwachung des Verfahrens wurden auf einer asphaltierten Fläche neben der Pilotierungsfläche installiert. In den Temperaturmessprofilen wurden an einigen Stellen maximal 54°C erreicht. Im Abstrom, 8m von den Heizlanzen entfernt wurde ein Temperaturanstieg um 7 K gemessen.
Besondere Herausforderungen:
Während der thermischen Ölphasenmobilisierung wurden ungefähr 45 m³ Grundwasser gefördert und über eine werkseigene Wasserreinigungsanlage entsorgt. Die abgeschöpfte Leichtphase belief sich auf etwa 35 Liter. Der Stromverbrauch pro kg abgeschöpfte Leichtphase betrug rund 200 kWh/kg.
Die thermische Reichweite des Verfahrens betrug mindestens 70 m², wobei in entfernten Messstellen Temperaturanstiege nachgewiesen wurden. Die hydraulische Reichweite des Förderbrunnens erstreckte sich über ca. 200 m², mit Absenkungseffekten bis in benachbarte Messstellen.
Besonders hervorzuheben ist die Mobilisierung und Drainage der Leichtphase, die durch den Temperaturanstieg und die gezielte Wasserförderung erreicht wurde. Es zeigte sich, dass Leichtphase auch noch Tage nach der Wasserförderung weiter in den Brunnen nachströmte.
Unsere thermischen in-situ Sanierungsverfahren TUBA und THERIS wurden 2024 mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
| Gutachterliche Leistungen: | Grundwassermodellierung, Monitoring |
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| In-Situ-Verfahren: | Dual Phase Extraction, Phasenabschöpfung, Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) |
| Fläche: | 30 m² |
| Behandlungsverfahren: | Aktivkohlefiltration, Mehrphasenabscheider, Phasentrennung |
| Schadstoffe: | BTEX, Leichtphase, MKW, PAK |
| sonstige Technische Bedingungen: | Steuerungstechnik mit Fernzugriff, Datenspeicherung online |
| Tiefenlage der Belastung: | 5 m |
| Aufgabenbereiche Boden- und Gewässerschutz: | Altlasten |
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| Erkundungsmethoden: | Analytik |
| Medien: | Grundwasser |
| Planungsstufe: | Ausführungsplanung |
| Nutzungsart: | Sanierungsbrunnen |
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| Schutzmaßnahmen: | Mehrgaswarngerät, Persönliche Schutzausrüstung (PSA), PID-Messungen, Arbeiten in kontaminierten Bereich gemäß DGUV-R 101-004 |
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| In-Situ-Verfahren: | Dual phase extraction, Enhanced Oil Recovery (EOR), Pump and Treat, THERIS (feste Wärmequellen) |
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| Sanierungstiefe: | 5 m |